Berliner Mann hortet riesigen Feuerwerksvorrat im Keller

von Otto Hofmann
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Die Polizei hat 330 Kilogramm Feuerwerkskörper aus dem Keller eines Mannes in der Berliner Landsberger Allee beschlagnahmt, nachdem er auf einer Weihnachtsfeier mit dem Versteck geprahlt hatte.

Laut einem Facebook-Post der Polizei erzählte der Mann den Gästen, dass er in seinem Keller große Mengen Feuerwerkskörper aufbewahrte und gelegentlich einige davon verkaufte.

Ein Gast alarmierte die Behörden. Mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft durchsuchten die Beamten im Rahmen einer Razzia am Geburtstag des Mannes die Wohnung und räumten den Keller.

„Diese Geburtstagsfeier war ein Riesenspaß“, heißt es in dem Facebook-Beitrag der Berliner Polizei.

In der Erklärung forderte die Polizei die Anwohner auf, sich die Sicherheitshinweise für Silvester in einer Broschüre anzusehen bereitgestellt vom Forschungsinstitut BAM.

Die Polizei sagte, keines der Feuerwerkskörper scheine illegal zu sein, aber die in einem Wohngebäude gelagerte Menge verstoße gegen Sicherheitsvorschriften.

Die Polizei sagte, die Lagergrenzen seien in der zweiten Verordnung des Sprengstoffgesetzes festgelegt und hänge von Risikofaktoren wie der Art des Gebäudes und der Belegung ab.

Feuerwerk in Deutschland umstritten

Feuerwerkskörper dürfen in Deutschland nur vom 29. bis 31. Dezember legal verkauft werden.

Die Besorgnis der Öffentlichkeit über gewalttätige Zwischenfälle mit Feuerwerk, unbeabsichtigten Verletzungen und Tierschutz nimmt in Deutschland zu.

Die Verkäufe sind nicht überall beliebt, eine ungewöhnliche Koalition aus medizinischen Experten, Polizisten, Umwelt- und Tierschützern fordert ein generelles Verbot.

Nach einem von Toten und Verletzten geprägten Silvesterabend haben 270.000 Deutsche eine Online-Petition unterzeichnet, die ein bundesweites Verbot privater Feuerwerkskörper fordert.

Herausgegeben von: Farah Bahgat, Saim Dušan Inayatullah​​​​​​​

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