Pakistan deportiert Afghanen mit deutschen Neuansiedlungsrechten

von Otto Hofmann
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Das deutsche Außenministerium teilte am Montag mit, dass 211 Afghanen, die zur Neuansiedlung in Deutschland zugelassen wurden, aus Pakistan nach Taliban-verdrängten Afghanistan zurückgezogen wurden, wo sie vorübergehend gelebt hatten.

Laut einem Sprecher steht das deutsche Außenministerium mit den pakistanischen Behörden in Kontakt, damit diese 211 Personen nach Pakistan zurückkehren können.

In der Zwischenzeit wurde Berichten zufolge die Unterbringung für die Deportierten in Afghanistan mit Hilfe eines Dienstleisters arrangiert.

Wie viele Afghanen wurde in Deutschland eine Neuansiedlung versprochen?

Nach dem Rückzug der westlichen Streitkräfte aus Afghanistan im Jahr 2021 versprach Deutschland den örtlichen Mitarbeitern, die deutsche Truppen unterstützt hatten, sowie andere Afghanen, die verfolgt wurden, die nach Pakistan flohen.

Mehr als 2.000 Afghanen, die ein Zulassungsversprechen aus Deutschland erhalten haben, warten immer noch darauf, Pakistan nach Deutschland zu verlassen.

Dazu gehören Menschenrechtsverteidiger, Anwälte, Lehrer oder Journalisten, die die Verfolgung unter den radikalen islamischen Taliban in Afghanistan fürchten.

Unter ihnen befinden sich etwa 350 ehemalige lokale Mitarbeiter deutscher Institutionen und ihre Familien.

Seit über einem Jahr deportiert Pakistan eine große Anzahl afghanischer Flüchtlinge.

Die neue Regierung in Deutschland hat ebenfalls in der Neuansiedlungspläne durchgeführt, da sie nach dem Amtsantritt Anfang dieses Jahres versprochen hat, die Migration zu steigern.

Letzte Woche, auf die Frage, ob Menschen, die bereits aus Pakistan nach Afghanistan abgeschoben wurden, jetzt zurückgebracht wurden, sagte der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt, dass es durch die deutsche Agentur für internationale Zusammenarbeit (GIZ) Kontakt zu diesen Personen gibt und dass sie Unterstützung erhalten.

Herausgegeben von: Rana Taha

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