Nachrichten aus Deutschland: Solarstromnutzung steigt

von Otto Hofmann
3 Minuten Lesedauer
  • Der Anteil von Solarstrom an der heimischen Stromproduktion stieg im Jahr 2025 auf 18 %, was einem Anstieg von 4 Prozentpunkten gegenüber 2024 entspricht
  • Die Alkoholpreise in Deutschland liegen 14 % unter dem EU-Durchschnitt
  • Eine Maschine der Air France auf dem Weg nach Paris landete am Sonntag in München, nachdem an Bord Brandgeruch festgestellt worden war
  • Auch zwei Tage nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke sind viele Haushalte in einigen Stadtteilen Berlins noch immer ohne Strom

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Schlagzeilen aus Deutschland am 5. Januar 2026:

Regale mit Bierflaschen
Alkoholtrinker kommen in Deutschland relativ günstig davon

Alkoholische Getränke sind in Deutschland so günstig wie in keinem anderen EU-Land außer Italien, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Montag für den „Trockenen Januar“ zeigen.

Im Oktober 2025 lagen die Alkoholpreise in Deutschland 14 % unter dem EU-Durchschnitt, nur in Italien waren sie mit 19 % niedriger.

Finnland hatte mit Abstand die höchsten Preise, wo alkoholische Getränke 110 % mehr kosteten als der EU-Durchschnitt.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist der Alkoholkonsum in Deutschland nach wie vor hoch: Im Jahr 2022 wurden pro Person ab 15 Jahren 11,2 Liter reinen Alkohols getrunken.

Dies ist jedoch ein Rückgang gegenüber den 12,1 Litern pro Person, die zehn Jahre zuvor konsumiert wurden, und bringt Deutschland im Jahr 2022 zusammen mit Frankreich und Portugal auf Platz 9 der Liste der stärksten Trinker in der EU.

Mit Abstand an der Spitze dieser Liste steht Rumänien mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 17,1 Litern reinem Alkohol.

Doch während Deutschland einer der günstigsten Orte in der EU ist, um alkoholische Getränke zu kaufen, gilt dies nicht für Erfrischungsgetränke, die 2 % über dem EU-Durchschnitt kosten.

Dies ist im Vergleich zu Lettland, das eine hohe Zuckersteuer hat und wo alkoholfreie Getränke ganze 46 % über dem EU-Durchschnitt liegen, immer noch recht günstig.

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul startet am Montag seine offiziellen Reisen im Jahr 2026 mit einem Besuch beim NATO- und EU-Partner Litauen.

Wadephul sagte vor seiner Abreise, Europa müsse „der Bedrohung durch Russland mit fester europäischer Solidarität begegnen“.

Er sagte, es sei wichtig, „dass wir bereit sind, uns und unsere Freiheit unabhängiger zu verteidigen“.

Sowohl Deutschland als auch Litauen seien sich einig, dass nur ein entschlossenes Vorgehen dazu beitragen könne, Russland von seinem derzeitigen Kurs der ständigen Eskalation abzuhalten, sagte Wadephul.

Er sagte, die Bundesregierung arbeite zu diesem Zweck mit Litauen und anderen NATO-Partnern und EU-Mitgliedstaaten zusammen, unter anderem durch verstärkte Patrouillen über der Ostsee, erhöhte Wachsamkeit und Investitionen in eine robustere Infrastruktur.

Laut Wadephul eint sowohl Deutschland als auch Litauen die entschlossene Unterstützung der Ukraine, „insbesondere in dieser möglicherweise entscheidenden Phase der internationalen Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskrieges“.

Während seines Besuchs in Vilnius soll Wadephul Gespräche mit der litauischen Ministerpräsidentin Inga Ruginiene und Außenminister Kestutis Budrys über die Ukraine, die Verteidigung der NATO-Ostflanke und den Kampf gegen hybride Bedrohungen wie Cyberangriffe und Desinformation führen.

Wadephul beabsichtigt außerdem, die 45. Panzerbrigade der deutschen Bundeswehr in Nemencine bei Vilnius zu besuchen, die an der Ostflanke der NATO stationiert ist, um der Bedrohung durch russische Territorialaggression entgegenzuwirken.

Solarenergie in Deutschland erzeugte im Jahr 2025 18 % der heimischen Stromproduktion, ein Anstieg gegenüber 14 % im Jahr 2024, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) am Montag mit.

Damit habe Photovoltaik mehr Strom erzeugt als Braunkohlekraftwerke mit rund 14 Prozent und Erdgas mit 16 Prozent, so der Verband.

Die Zahlen basieren auf Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme.

Deutschlands größte Stromquelle blieb die Windkraft, die 27 % der heimischen Produktion ausmachte.

Im Jahr 2025 produzierten die 5,5 Millionen installierten Photovoltaikanlagen in Deutschland nach vorläufigen Jahreszahlen den Rekordwert von rund 87 Terawattstunden Strom, 15 Terawattstunden mehr als im Jahr 2024.

Der BSW erklärte jedoch, dass trotz der Steigerung der Solarstromproduktion die Wachstumsrate der Branche in Deutschland im Jahr 2025 nicht ausreiche, um die gesetzlich verbindlichen Ziele für 2030 zu erreichen.

Guten Tag aus der DW-Nachrichtenredaktion in Bonn!

Während Deutschland weiterhin von einer kalten, winterlichen Phase heimgesucht wird, gilt unser ganzes Mitgefühl den vielen Berlinern, die zwei Tage nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke immer noch ohne Strom sind.

Zu den besseren Stromnachrichten gehört, dass die Solarenergieproduktion zunimmt – aber es ist noch mehr nötig, wenn Deutschland rechtsverbindliche Klimaziele erreichen will.

Und während Russland seine Invasion in der Ukraine fortsetzt, wird der deutsche Außenminister Johann Wadephul mit Beamten in Litauen über die Unterstützung Kiews und Möglichkeiten zur Bekämpfung der hybriden Kriegsführung Moskaus diskutieren.

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