Die deutsche Bundesanwaltschaft teilte am Dienstag mit, sie habe eine Terrorismusermittlung wegen eines Brandanschlags auf Hochspannungskabel eingeleitet, der einen Stromausfall in etwa 45.000 Haushalten in Berlin auslöste.
Die Staatsanwälte sagten, sie würden den Angriff vom Samstag wegen des Verdachts der „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Sabotage, Brandstiftung und Störung öffentlicher Dienste“ untersuchen.
Was wissen wir über den Stromausfall in Berlin?
Der Angriff wurde online von einer linksextremistischen Gruppe behauptet, die sich Vulkangruppe nennt und sagte, sie habe es auf „die Wirtschaft fossiler Brennstoffe“ abgesehen, die den Klimawandel vorantreibe.
„In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, verwüstet, dem Erdboden gleichgemacht, vergewaltigt und zerstört“, schrieb die Gruppe.
Berlins Oberbürgermeister Kai Wegner verurteilte den Angriff mit den Worten: „Verdächtige Linksextremisten gefährden wissentlich Leben, insbesondere von Patienten in Krankenhäusern sowie von älteren Menschen, Kindern und Familien.“
Am Dienstag waren immer noch rund 24.700 Haushalte und 1.120 Unternehmen ohne Strom.
Der Netzbetreiber Stromnetz Berlin kündigte an, bis Donnerstagnachmittag die vollständige Stromversorgung wiederherzustellen.
Wie war die Reaktion auf den Blackout?
Der Berliner Rettungsdienst war zunächst mit Unterstützung der Bundeswehr und Wohlfahrtsverbänden bestrebt, den Betroffenen, darunter auch Bewohnern von Pflegeheimen, warme Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Auch Hotels, Schulen und Sportzentren wurden als Unterkünfte genutzt.
Die Notfallmaßnahmen bleiben bestehen, das deutsche Militär leistet logistische Hilfe und befeuert Notstromaggregate. Öffentliche Schwimmbäder sind rund um die Uhr geöffnet, um den Bewohnern das Duschen und Aufwärmen zu ermöglichen. Ungefähr 20 Schulen bleiben geschlossen und Busse des öffentlichen Nahverkehrs wurden als vorübergehende Wärmeunterkünfte eingesetzt.
Der Innenausschuss des Bundestags soll noch in dieser Woche über den Anschlag informiert werden, da die Behörden weiterhin eine ausländische Beteiligung ausschließen und ihre Ermittlungen auf den inländischen Linksextremismus konzentrieren.
Berlin kündigte am Dienstag an, die Hotelkosten für die Bewohner zu decken, die von dem massiven und anhaltenden Stromausfall im Südwesten der Stadt betroffen sind. Das Angebot gilt für Berliner Partnerhotels, die einen Höchstpreis von 70 € (ca. 82 $) pro Doppelzimmer und Nacht verlangen.
Herausgegeben von: Wesley Dockery
