Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf Hochspannungsmasten, der im vergangenen September in Berlin 50.000 Menschen ohne Strom zurückließ, haben Ermittler am Dienstagmorgen landesweit Razzien gestartet.
„Die heutigen Durchsuchungen zeigen, dass wir jedem Hinweis mit höchster Priorität nachgehen“, sagte die Leiterin des Berliner Innenministeriums, Iris Spranger. „Wer unsere kritische Infrastruktur angreift, gefährdet die Sicherheit unserer gesamten Stadt. Das werden wir nicht akzeptieren“, fügte sie hinzu.

Im September 2025 zerstörten Unbekannte Hochspannungskabel, die den Technologiepark Adlershof im südöstlichen Berliner Stadtteil Johannisthal mit Strom versorgten.
Später tauchte in linken Kreisen ein Bekennerschreiben auf, in dem Extremisten vermutet wurden.
Betroffen waren 50.000 Kunden des staatlichen Stromnetzbetreibers, darunter auch Gewerbetreibende. Der Schaden für Unternehmen wird auf 30 bis 70 Millionen Euro (34 bis 81 Millionen US-Dollar) geschätzt.
Auch Pflegeeinrichtungen waren von dem Stromausfall betroffen und fünf Bewohner aus zwei Pflegeheimen wurden nach Angaben der Feuerwehr vorübergehend in Krankenhäuser verlegt.
Polizeirazzien zielen Berichten zufolge auf linke Szene ab

Die Deutsche Polizeigewerkschaft erklärte: „Die Sicherheitsbehörden wissen, wer die Schlüsselfiguren der Hardliner-Fraktion sind. (…) Es bleibt jedoch äußerst schwierig nachzuweisen, dass sie Brandanschläge wie in Johannisthal oder Zehlendorf verübt haben.“
Im Januar dieses Jahres führte ein separater Angriff der linksextremen „Vulkangruppe“ dazu, dass in einem ungewöhnlich strengen Winter 45.000 Berliner Haushalte fast eine Woche lang ohne Strom blieben.
Herausgegeben von: Wesley Dockery
