Lufthansa stellt CityLine-Flotte wegen Streiks und Treibstoffkosten vorzeitig ein

von Otto Hofmann
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Die deutsche nationale Fluggesellschaft Lufthansa gab am Donnerstag bekannt, dass ihre Regionaltochter Lufthansa CityLine ab Samstag den Betrieb ihrer 27 älteren Flugzeuge einstellen wird.

Der Schritt stellt einen unmittelbaren Kostensenkungsschritt dar, da Lufthansa zunehmendem Druck durch Arbeitskonflikte und höhere Kerosinpreise ausgesetzt ist.

Was hat Lufthansa zu CityLine gesagt?

„Angesichts deutlich gestiegener Kerosinpreise, die sich im Vergleich zur Zeit vor dem Iran-Krieg mehr als verdoppelt haben, sowie steigender Zusatzbelastungen durch Arbeitskämpfe wird die Umsetzung der Unternehmensstrategie teilweise beschleunigt.“

„Als ersten, sofort wirksamen Schritt werden ab übermorgen die 27 einsatzbereiten Flugzeuge der Lufthansa Cityline endgültig aus dem Flugplan genommen, um weitere Verluste bei der defizitären Airline zu reduzieren“, kündigte Lufthansa an. Bisher war vorgesehen, dass Cityline den Betrieb erst im Jahr 2028 einstellen wird.

Lufthansa kündigte außerdem an, zum Ende des Sommerflugplans vier ältere Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A340-600 aus der Flotte ihrer Kernmarke zu streichen. Mit dem Winterflugplan werde die Zahl der Kurz- und Mittelstreckenflüge um fünf Flugzeuge reduziert, teilte die Airline mit.

Die Fluggesellschaft befindet sich derzeit in einem hartnäckigen Tarifstreit mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit über die betriebliche Altersvorsorge. Die Piloten veranstalten bis Freitag einen zweitägigen Streik. Der Donnerstag ist auch der zweite Tag eines Streiks des Kabinenpersonals, das sich inmitten eines umfassenderen Arbeitskonflikts für bessere Arbeitsbedingungen einsetzt.

Unterdessen steigen die Treibstoffkosten weltweit in die Höhe, da die Rohölpreise aufgrund der Folgen des Krieges im Iran, einschließlich der Blockierung der Straße von Hormus, steigen.

Wie hart haben die Streiks die Lufthansa getroffen?

Sowohl die Piloten als auch das Kabinenpersonal führten am Donnerstag Arbeitsniederlegungen durch, da sich verschiedene Streitigkeiten mit dem Unternehmen überschnitten.

Die einzelnen Streikaktionen haben zu weit verbreiteten Flugausfällen geführt.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport meldete 656 Annullierungen von 1.313 geplanten Flügen am Drehkreuz, die größtenteils auf die Lufthansa zurückzuführen sind.

Ein Vermittlungsversuch zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit war einen Tag zuvor gescheitert, weil sich beide Seiten nicht auf die Verhandlungsbedingungen einigen konnten. Die anhaltenden Streiks haben auch die Ereignisse zum 100-jährigen Jubiläum der Fluggesellschaft überschattet.

Es wird erwartet, dass die Streiks im Kernbetrieb der Lufthansa, darunter Lufthansa Cargo und CityLine, bis Freitag andauern. Beim Billigflieger Eurowings ist der Arbeitskampf auf Donnerstag beschränkt. Dennoch rechnet die Fluggesellschaft weiterhin damit, mehr als 70 % der Linienflüge durchzuführen.

Herausgegeben von: Wesley Dockery

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