Elon Musk, der erste Billionär der Welt, hat rechtliche Schritte gegen den deutschen öffentlich-rechtlichen Sender ZDF wegen eines Berichts angekündigt, der seiner Meinung nach seine Position falsch dargestellt habe.
Der Sender hatte Musks Rolle bei der Förderung von Protesten gegen Einwanderer in Nordirland hervorgehoben, die in Gewalt umschlugen.
„Gegen das ZDF werden wegen seiner unerhörten Lügen rechtliche Schritte eingeleitet“, sagte Musk am Montag in einem Beitrag auf seinem sozialen Netzwerk X.
Was hat Elon Musk zu den Unruhen in Belfast gesagt?
In Nordirland kam es letzte Woche nach einem aufsehenerregenden Messerangriff nächtelang zu Unruhen. Dem Verdächtigen, einem Migranten aus dem Sudan, wurde versuchter Mord vorgeworfen.
Hunderte Menschen randalierten in den Straßen von Belfast, gingen von Tür zu Tür, riefen „Ausländer verschwinden!“ und steckten Autos, Häuser und Geschäfte in Brand.
Die Proteste wurden vom britischen Rechtsextremisten Stephen Yaxley-Lennon – besser bekannt unter dem Pseudonym Tommy Robinson – sowie vom Gründer von Restore UK, Rupert Lowe, gefördert.
Musk teilte Beiträge dieser beiden Figuren mit seinen 240 Millionen Followern auf X.
„Nur wenn man WIEDERHOLT und LAUT protestiert, wird sich etwas ändern!!“ Musk fügte in einem seiner Beiträge am 9. Juni hinzu.
Drei Tage später strahlte das ZDF in seiner Online-Nachrichtensendung einen halbstündigen Beitrag über die Ausschreitungen aus ZDFheute live.
„Ein rassistischer Mob machte sich auf die Jagd nach Migranten“, sagte der Moderator zur Einleitung des Beitrags. „Dies wurde vom britischen Rechtsextremisten und Tech-Millionär Elon Musk gefordert.“
Dieser 28-sekündige Clip wurde dann auf X vom rechten Journalisten Julian Reichelt, einem ehemaligen Chefredakteur der deutschen Boulevardzeitung, geteilt Bild bis er 2021 nach Berichten über Fehlverhalten gegenüber weiblichen Mitarbeitern entlassen wurde.
Das ZDF räumt angeblich „ungenaue“ Formulierungen ein
Anschließend teilte Reichelt einen Screenshot, den er als Antwort des Senders präsentierte, dessen „Demontage“ er forderte.
In dem Beitrag schien das ZDF seinen Bericht zu verteidigen, räumte jedoch ein, dass die Wortwahl des Moderators „ungenau“ und „irreführend“ sei.
„ZDFheute live hat in seiner Folge vom 12. Juni 2026 die Rolle von Elon Musk und rechten Influencern wie Tommy Robinson im Vorfeld der gewalttätigen Proteste in Belfast untersucht. Tommy Robinson hatte zu Protesten aufgerufen. Elon Musk hatte den Aufruf zum Protest geteilt“, heißt es in der Erklärung.
„Der Moderator wollte die komplexe Situation rund um die gewalttätigen Proteste und die vorangegangenen Protestaufrufe auf
Das ZDF steht für Zweites Deutsches Fernsehen und ist einer von zwei bundesweiten öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland. Die Finanzierung erfolgt über die Fernsehgebühren.
Herausgegeben von: Rana Taha
