Anwalt sagt, deutscher Journalist sei in seiner Heimat in Syrien festgehalten worden

von Otto Hofmann
3 Minuten Lesedauer

Die deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann, die Anfang des Jahres in Syrien vermisst wurde, als sie über die Überreste von mehr als einem Jahrzehnt Bürgerkrieg berichtete, sei am Freitag nach Deutschland zurückgekehrt, sagte ihr Anwalt.

Was wissen wir sonst noch über Michelmanns Rückkehr?

Er sagte, dass es ihr den Umständen entsprechend gut gehe.

Er sagte, sie sei über einen längeren Zeitraum in Einzelhaft gehalten worden, machte aber keine weiteren Einzelheiten.

Was war mit Michelmann passiert?

Michelmann war im Januar dieses Jahres während einer Offensive syrischer Regierungstruppen gegen kurdische Kämpfer im Nordosten verschwunden. Gleichzeitig verschwand ihr Kollege, der türkisch-kurdische Journalist Ahmed Polad.

Antonius Michelmann sagte, dass Polads Aufenthaltsort noch immer nicht bekannt sei.

Während der Proteste am 1. Mai in Leipzig halten Demonstranten ein Banner zum Gedenken an die deutschen Journalisten Eva Maria Michelmann und Ahmed Polad, beide Journalisten, die in Syrien verschwunden sind. 1. Mai 2026
Michelmann und Polad berichteten über die Entwicklungen im Nordosten, inmitten erheblicher Spannungen zwischen kurdischen Kämpfern und der relativ neuen syrischen Regierung

Laut dem Committee to Protect Journalists (CPJ)Beide arbeiteten für die in Istanbul ansässige sozialistische Etkin News Agency (ETHA) und den Fernsehsender Ozgur.

Monatelang war nicht ganz klar, was aus ihnen geworden war.

Das deutsche Außenministerium erklärte letzte Woche, es arbeite auf hoher Ebene an der Freilassung Michelmanns.

Es war unklar, warum die Reporterin aus der Kölner Weststadt festgenommen wurde und ob ihr eine Straftat vorgeworfen wurde.

Zwei identische Plakate nebeneinander mit einem Bild von Eva Maria Michelmanns Gesicht und einem immer wieder fragenden Text "Wo ist Eva?" an einer Wand in Hamburg, abgebildet am 7. Mai 2026.
Demonstranten wollten auf Michelmanns Verschwinden im Mai aufmerksam machen

Wer regiert Syrien seit dem Sturz von Baschar al-Assad?

Der Westen hat die neue syrische Regierung unter der Führung des ehemaligen Anführers der islamistischen militanten Gruppe Ahmed al-Sharaa weitgehend begrüßt, der versprochen hat, nach seiner Machtübernahme in Damaskus eine neue, integrative Seite zu übernehmen.

Doch religiöse und ethnische Minderheiten, darunter die Kurden in Syrien, haben ihre Besorgnis über das neue sunnitische Regime geäußert, das im Dezember 2024 den langjährigen Diktator Bashar Assad gestürzt hat.

Neben den militärischen Zusammenstößen mit kurdischen Streitkräften und Berichten über Gewalt gegen Alawiten und Drusen haben auch alltäglichere Veränderungen wie die Einschränkung des Alkoholverkaufs in Damaskus Kritik und Proteste ausgelöst.

Herausgegeben von: Rana Taha

Lassen Sie nicht zu, dass der Algorithmus die Nachrichten verbirgt. Wenn Sie sich bei der vertrauenswürdigen Berichterstattung auf unser Team verlassen, nehmen Sie sich bitte einen Moment Zeit Wählen Sie uns als bevorzugte Quelle bei Google aussodass Sie unsere verifizierten Nachrichten immer zuerst sehen.

Entdecken Sie mehr Themen