Deutscher Zoll-Netz-Ketamin-Cache in goldenen Gartenzwergen

von Otto Hofmann
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Die deutsche Zollbehörde gab am Dienstag bekannt, dass am Flughafen Köln/Bonn eine beträchtliche Beschlagnahmung der Droge Ketamin vorgenommen wurde, als ein ansonsten harmlos aussehender Täuschungsgegenstand Verdacht erregte.

Etwa 25 Kilogramm des häufig missbrauchten Anästhetikums wurden versteckt in fünf goldbemalten Gartenzwergen mit buschigen Bärten gefunden.

Wie wurde die Ketaminlieferung gefunden?

Die Beute – im Wert von rund 1 Million Euro (1,16 Millionen US-Dollar) – wurde vor etwa einem Monat in vier Paketen mit dem Ziel Kanada und Australien entdeckt. Der Verdacht wurde geweckt, als Röntgenbilder etwas höchst Unregelmäßiges an den harmlos aussehenden Ornamenten enthüllten.

„Deutliche Veränderungen an den Füßen der ausgepackten goldenen Gartenzwerge führten bei meinen Kollegen zu insgesamt rund 25 Kilogramm verstecktem Ketamin“, sagte Jens Ahland, Sprecher des Hauptzollamtes Köln.

In einem anderen Fall, bei dem es um dieselbe Droge ging, stoppten Beamte letzte Woche ein niederländisches Taxi auf der Autobahn A3 in Richtung Frankfurt. Auf einer Raststätte in der Nähe der Stadt Siegburg wurden sowohl der Fahrer als auch ein 36-jähriger Beifahrer kontrolliert.

Nachdem er widersprüchliche Angaben zu seiner Reiseroute und seinem Reisezweck gemacht hatte, wurde das Gepäck des britischen Passagiers durchsucht. Er versuchte zu fliehen, wurde aber nach einer kurzen Verfolgungsjagd gefasst. Die Beamten fanden 30 vakuumversiegelte Beutel mit weißem kristallinem Pulver, die in Geschenkpapier eingewickelt und zwischen der Kleidung in seinen Koffern versteckt waren.

Der Straßenwert der bei beiden Einsätzen beschlagnahmten Drogen wird auf etwa 2,3 Millionen Euro geschätzt.

Herausgegeben von: Dmytro Hubenko

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