Deutschland: Drohnen stören den Flugverkehr in Hannover

von Otto Hofmann
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In Hannover im norddeutschen Bundesland Niedersachsen sei der Flugverkehr gestört worden, nachdem unbekannte Drohnen in der Gegend entdeckt worden seien, sagte ein Sprecher des Flughafens Hannover am Samstag.

Die Sperrung des Flughafens Hannover dauerte von Freitag, 21:47 Uhr Ortszeit (2047 UTC), bis Samstag, 00:16 Uhr.

Der Ursprung der Drohnen war nicht sofort klar.

Aufgrund der Schließung wurden sieben Flugzeuge umgeleitet, darunter Flüge nach Bremen, Düsseldorf und Frankfurt.

Verbindungen nach Frankfurt und Paris wurden gestrichen, zwei Flüge landeten nicht in Hannover und konnten daher am Samstag nicht starten.

Lokal täglich Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) berichtete, dass mindestens fünf Drohnen gesichtet wurden.

Dem Bericht zufolge wurde die erste Drohne in einer Höhe von etwa 80 Metern (etwas mehr als 262 Fuß) in der Nähe eines Modellflugplatzes in der Nähe des Flughafens gesichtet.

HAZ berichteten, dass sich eine Stunde später mindestens zwei Drohnen dem Flughafen Hannover selbst näherten.

Deutschland hat mit Drohnenangriffen zu kämpfen

Drohnensichtungen haben in den letzten Monaten den Verkehr auf Flughäfen in Deutschland und anderen Teilen Mittel- und Nordeuropas zunehmend gestört.

Anfang Oktober stellte der Münchner Flughafen den Flugsicherungsbetrieb ein, da in der Stadt das weltberühmte Oktoberfest stattfand. Auch der Flughafen Berlin Brandenburg hatte im vergangenen Monat den Flugverkehr aufgrund von Drohnensichtungen kurzzeitig eingestellt.

Die deutschen Behörden sagen, dass das Land auch mit zunehmenden Cyberangriffen und Sabotageanschlägen zu kämpfen hat, die ihrer Meinung nach Teil einer „hybriden“ Kampagne seitens Russlands sind.

Das sagte am vergangenen Sonntag der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger München Bild Laut der Zeitung wurden im Jahr 2025 über 1000 verdächtige Drohnensichtungen registriert.

Er sagte, dass die Drohnen hauptsächlich in der Nähe von militärischen Einrichtungen, Flughäfen und anderen kritischen Infrastrukturen wie Häfen und dem Gelände von Waffenherstellern gesichtet wurden.

Auf die Frage, ob die Drohnenangriffe auf Russland zurückzuführen seien, sagte Münch, das BKA könne dies nicht mit „100-prozentiger Sicherheit“ feststellen.

Herausgegeben von: Roshni Majumdar

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