Der Flugbetrieb am Flughafen Köln/Bonn wurde am Freitag nach einem Sicherheitsvorfall kurzzeitig eingestellt.
Die Bundespolizei teilte mit, dass der Abflug ausgesetzt und kurze Zeit später wieder aufgenommen werden müsse, da der Sicherheitsbereich abgesperrt werden müsse. Die Ankünfte waren von der Schließung nicht betroffen und konnten wie gewohnt weitergeführt werden.
Warum hat der Flughafen Köln/Bonn seine Flüge eingestellt?
Ein Sprecher sagte, die Sicherheitskontrolle sei um 6:37 Uhr geschlossen worden und die Sicherheitszonen von Terminal 1 und 2 seien als Vorsichtsmaßnahme geräumt worden. Es bestand offenbar keine unmittelbare Gefahr für Leben oder die Sicherheit von Passagieren oder Personal.
Nähere Angaben zu dem Vorfall konnte die Polizei zunächst nicht machen, da die Ermittlungen noch andauerten, sagte der Sprecher.
Am Vortag war eine neue Sicherheitstechnologie eingeführt worden.
Der WDR berichtete, Mitarbeiter hätten in einer Tasche verdächtige Gegenstände entdeckt. Diese Gegenstände wurden auf den Sicherheitsmonitoren eindeutig als potenziell gefährlich gekennzeichnet und die Tasche hätte aus dem System entfernt werden müssen.
Anstatt die Tasche jedoch zur weiteren Kontrolle auf ein separates Förderband zu leiten, wurde das Handgepäck über das Förderband zurück zum Passagier geleitet. Der Unbekannte nahm die Tasche und verschwand weiter im Sicherheitsbereich. Die Bundespolizei leitete eine Fahndung nach dem Passagier und dem Gepäck ein.
Der Flughafen wurde am späten Vormittag wiedereröffnet. „Die Passagiere strömen nun zurück in den Sicherheitskontrollbereich, werden erneut kontrolliert und können dann ihre Fahrt fortsetzen“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.
Ein Flughafensprecher sagte, Abflüge seien seit rund zweieinhalb Stunden nicht möglich, davon seien rund ein Dutzend Flüge betroffen. Es wird nun mit Verspätungen bei diesen Flügen gerechnet, es wurden jedoch bisher keine Annullierungen gemeldet.
Herausgegeben von: Sean Sinico
