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Rubrik Region Traditionen

Tag der Niedersachsen

Zweijähriges Landesfest

Im zweijährigen Rhythmus feiert das Land Niedersachsen den Tag der Niedersachsen (TdN). Das kulturelle Landesfest, das erstmals 1981 in Celle stattfand, hat sich über die Jahrzehnte zu einem beliebten Besuchermagnet entwickelt, zu dem sich nicht nur die Landsleute, sondern auch etliche Gäste aus anderen Bundesländern und dem Ausland einfinden. Gefeiert wird an drei Tagen in den Sommermonaten, wobei das genaue Datum immer wieder variiert. Der Festumzug am letzten Tag bildet den abschließenden Höhepunkt.

Hintergrund und Entwicklung des Niedersachsentages

Niedersachsen ist mit einer Fläche von 47.600 qkm das zweitgrößte Bundesland nach Bayern und zählt insgesamt knapp 8 Millionen Einwohner. Das Bundesland gliedert sich in die Hauptstadt Hannover und die sieben Großstädte Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück, Wolfsburg, Göttingen, Hildesheim, Salzgitter und lässt sich ebenso in Kulturlandschaften wie Braunschweiger Land, Calenberger Land, Emsland, Harz, Lüneburger Heide, Ostfriesland, Oldenburger Münsterland, Weserbergland unterteilen.

Die reiche kulturelle Vielfalt des Landes Niedersachsen, in Verbindung mit Geschichte, Tradition und Moderne zu präsentieren und zu feiern, im Inneren wie im Äußeren darauf aufmerksam zu machen und auch medienwirksam darzustellen, ist das Ziel des Niedersachsenstages. Der Tag der Niedersachsen versteht sich als Ort der Begegnung für alle Altersgruppen. Landesbewusstsein, Identifikation mit dem Land und Zusammengehörigkeitsgefühl sollen bei den Einheimischen gesteigert werden. Nach außen ist der Fokus auf den Imagewert, die überregionale Beachtung und den Tourismus gerichtet. Mit verschiedenen Themenbereichen wird ein breites Spektrum an Landesfacetten abgedeckt, darunter auch Innovation, Entwicklung und Forschung. Behörden, Institutionen, Einrichtungen, Verbände, Vereine stellen sich vor.

1981 wurde aus der Idee des übergreifenden Volkstages Wirklichkeit. Unter Federführung des damaligen Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Wilfried, Hasselmann, ging der 1. Tag der Niedersachsen in Celle an den Start. Bis 2013 fand die Veranstaltung jährlich statt, 2014 entfiel sie anlässlich der Ausrichtung des Tags der Deutschen Einheit in Hannover. Seit 2015 wird das große Fest im zweijährigen Rhythmus begangen. Jeder Niedersachsentag wird in einer anderen Landesregion/Stadt gefeiert. Über ein Bewerbungsverfahren erfolgt die Auswahl der ausrichtenden Stadt. Dabei ist es durchaus möglich, dass eine Stadt mehrmals für die Ausrichtung in Frage kommt.

Bisher bildeten folgende Städte den passenden Rahmen für die Feierlichkeiten: Celle (1981/2010), Aurich (1982, 2011), Wolfsburg (1983, 2005, 2017), Hann. Münden (1984), Verden/Aller (1985), Hameln (1986, 2009), Lingen/Ems (1987, Uelzen (1988), Goslar (1989), Stade (1990), Rinteln (1991), Helmstedt (1992), Emden (1993), Munster (1994), Oldenburg (1995), Wolfenbüttel (1996), Nienburg (1997), Meppen (1998), Bückeburg (1999), Peine (2000), Lüneburg (2001), Northeim (2002), Leer (2003), Holzminden (2004), Melle (2006), Cuxhaven (2007), Winsen/Luhe (2008), Duderstadt (2012), Goslar, Vienenburg und Kloster Wöltingerode, Hildesheim (2015). 2019 richtet Wilhelmshaven den 36. Tag der Niedersachsen aus.

Die positive Entwicklung des Festes lässt sich anhand der Besucherzahlen am besten nachverfolgen. Waren es am 1. Niedersachsentag in Celle etwa 60.000 Besucher, stiegen die Zahlen über die Jahrzehnte kontinuierlich an und liegen heute im mittleren sechsstelligen Bereich, Tendenz weiter steigend. 2011 verzeichnete Aurich 200.000 Besucher, 2017 kamen 300.000 Gäste in die Ausrichterstadt Wolfsburg. 

Organisation, Ausrichtung & Teilnehmer des Tag der Niedersachsen

Organisation und Ausrichtung unterliegen dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport sowie der ausrichtenden Stadt. Ein eigenes Kuratorium, das sich aus ca. 40 Landesverbänden, ehemaligen Ausrichterstädten, Vereinen, Radio- und Fernsehsendern zusammensetzt, ist für den Niedersachsentag unerlässlich. Hinzu kommen ein Programmbeirat, die Organisationsgremien der ausrichtenden Stadt und eine begeisterte Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern.

Für die Bewerbung als Ausrichterstadt sind einige Grundvoraussetzungen zu erfüllen:

  • Mindesteinwohnerzahl 20.000
  • Großes Einzugsgebiet
  • Gute Verkehrsanbindungen an Straße und Schiene
  • Eignung für eine Großveranstaltung mit Besucherzahlen von über 200.000

Die Landesschau erfolgt an drei Tagen (Freitag-Sonntag) auf zentralen Plätzen, meist in der Innenstadt, der jeweiligen Ausrichterstadt. Bühnen, Stände und Zelte bilden die Präsentationskulisse. Die Veranstaltung konzentriert sich auf etwa zehn Themenmeilen, wovon eine Meile der Ausrichterstadt und der zugehörigen Region gewidmet ist. Alle bisherigen Ausrichterstädte sind zudem mit eigenen Ständen vertreten. Zum Abschluss der Veranstaltung findet der traditionelle Trachtenumzug mit über 2.000 Teilnehmern statt. Öffentlich-rechtliche und private TV- und Radiosender berichten live vom Großereignis und sind mit einem Unterhaltungsprogramm auch auf den Bühnen vertreten.

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