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Niedersachsen hat höchste Geburtenziffer

73.286 neue Kinder in 2019

Das Statistische Landesamt hat Zahlen zu Lebendgeburten im vergangenen Jahr veröffentlicht. Diese zeigen, dass die Frauen in Niedersachsen die höchste Geburtenziffer in ganz Deutschland erreichen. Insgesamt ging die Zahl der Geburten jedoch leicht um 0,5 Prozent zurück, es kamen 73.286 Babys zur Welt.

Differenzierte Betrachtung der Geburten im Jahr 2019

Es gibt zwei Aspekte, die das Statistische Landesamt besonders herausstellt:

  • Unterschiede der Geburtenziffer nach Staatsangehörigkeit,
  • Unterschiede der Geburtenziffer nach Region

Geburten von deutschen und nicht-deutschen Kindern

Die Zahl der Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit blieb fast konstant. Sie lag bei 64,739. Das sind nur 74 Kinder weniger als im Jahr 2018. Die Zahl der Babys mit einer anderen Staatsangehörigkeit ging dagegen um fast 3,3 Prozent zurück. Sie lag 2019 bei 8.574 (Vorjahreszeitraum: 8.839).

Geburten nach Region anhand der Geburtenziffer

Eine wichtige statische Größe bei der Aufzeichnung der Bevölkerungsentwicklung ist die Geburtenziffer. Diese bezeichnet die Anzahl der Kinder pro Frau, wenn Ihr Gebärverhalten so wäre wie das aller Frauen im betrachteten Zeitraum. 2019 lag diese Zahl bei 1,6 Geburten. 2018 lag der Wert mit 1,62 nur geringfügig höher.

Die Geburtenziffer ist wie in Bremen höher als in allen anderen Bundesländern!

Diese Kenngröße weist jedoch regional große Unterschiede aus. Nach Kommunen betrachtet weisen die höchsten Geburtenziffern auf die Stadt Salzgitter mit 1,96 auf sowie der Landkreis Cloppenburg mit 1,91 und die Stadt Delmenhorst mit 1,88. Die niedrigen Ziffern stelle das Landesamt für die Stadt Oldenburg mit 1,31 sowie die Landeshauptstadt Hannover mit 1,32 und die Stadt Osnabrück mit 1,33 lebend geborene Kinder je Frau.

Altersverteilung der Mütter

Das durchschnittliche Alter der Mütter lag zum Zeitpunkt der Geburt bei 31 Jahren und zwei Monaten. Damit stieg diese Zahl etwas an, denn sie lag im Vorjahr noch bei exakt 31 Jahren. Die höchsten Geburtenzahlen gab es in den Altersgruppen zwischen 28 und 34 Jahren.

Auch bei der Altersverteilung gibt es spürbare regionale Unterschiede. So ist im Nordosten von Niedersachsen eine späte Geburt üblicher. Der Landkreis Harburg weist den höchsten Altersdurchschnitt auf. Ebenfalls sind die Frauen in der Region Hannover sowie den Städten Wolfsburg, Braunschweig und Göttingen, aber auch im Landkreis Ammerland, im Landkreis Gifhorn, Landkreis Lüneburg und im Landkreis Osterholz überdurchschnittlich alt. Besonders niedrig ist der Altersschnitt dagegen in der Stadt Salzgitter, Landkreis Holzminden sowie in den Städten Delmenhorst und Wilhelmshaven.

Mehr Todesfälle als Geburten

Trotz der vielen Geburten sinkt die Zahl der Menschen in Niedersachsen. Den insgesamt 73.286 Geburten standen 94.256 Verstorbene gegenüber. Das bedeutet einen Bevölkerungsrückgang um 20.970 Personen.